Wirkstoff-Vergleiche

Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil und Avanafil gehören zu den PDE-5-Hemmern. Sie werden zur Behandlung einer erektilen Dysfunktion eingesetzt, unterscheiden sich aber unter anderem bei Wirkungseintritt, Wirkdauer, Wechselwirkungen und individueller Verträglichkeit.

Die wichtigsten Unterschiede im Überblick

Wirkstoff Typisches Profil Besonderheiten
Sildenafil Kürzere bis mittlere Wirkdauer Fettreiche Mahlzeiten können den Wirkungseintritt verzögern.
Tadalafil Längere mögliche Wirkdauer Kann je nach Verordnung bedarfsweise oder niedrig dosiert regelmäßig eingesetzt werden.
Vardenafil Ähnliches Einsatzgebiet wie Sildenafil Individuelle Wirkung und Verträglichkeit beachten.
Avanafil Relativ schneller möglicher Wirkungseintritt Auch hier gelten Gegenanzeigen und Wechselwirkungen.

Die Angaben beschreiben allgemeine Eigenschaften. Die tatsächliche Wirkung kann von Dosis, Mahlzeiten, Alter, Gesundheitszustand und Begleitmedikation abhängen.

Sildenafil oder Tadalafil?

Sildenafil wird häufig gewählt, wenn eine zeitlich begrenzte Wirkung gewünscht ist. Tadalafil kann ein längeres Zeitfenster ermöglichen. Eine längere Wirkdauer bedeutet nicht, dass eine Erektion dauerhaft anhält. Beide Wirkstoffe benötigen sexuelle Stimulation.

Wirksamkeit ist nicht das einzige Kriterium

Die Entscheidung sollte nicht nur nach der erwarteten Wirkungsdauer getroffen werden. Wichtig sind Herz-Kreislauf-Gesundheit, Blutdruck, Leber- und Nierenfunktion, andere Medikamente sowie bisherige Nebenwirkungen. Die passende Dosis ist ebenfalls individuell.

Gemeinsame Gegenanzeigen

Alle PDE-5-Hemmer dürfen nicht zusammen mit Nitraten oder Stickstoffmonoxid-Donatoren wie „Poppers“ verwendet werden. Auch Riociguat ist nicht kombinierbar. Bei schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann sexuelle Aktivität und damit auch eine medikamentöse Unterstützung ungeeignet sein.

Häufige Nebenwirkungen

Je nach Wirkstoff können Kopfschmerzen, Gesichtsrötung, Verdauungsbeschwerden, verstopfte Nase, Schwindel oder Sehstörungen auftreten. Tadalafil wird außerdem häufiger mit Rücken- oder Muskelschmerzen in Verbindung gebracht. Maßgeblich ist immer die Gebrauchsinformation des konkreten Arzneimittels.

Warum nicht selbst kombinieren?

Die Kombination mehrerer Potenzmittel erhöht nicht verlässlich den Nutzen, kann aber Nebenwirkungen und Blutdruckabfall verstärken. Wechsel oder Kombinationen dürfen nur nach ärztlicher Beurteilung erfolgen.

Welcher Wirkstoff passt?

Eine pauschale Empfehlung ist nicht möglich. Besprechen Sie mit einer Ärztin oder einem Arzt, wie häufig eine Anwendung vorgesehen ist, wie planbar sie sein soll, welche Vorerkrankungen bestehen und welche Medikamente Sie einnehmen.

Weitere Informationen

Allgemeine Information, keine individuelle Therapie- oder Dosierungsempfehlung.